biker.projects.at >>Tour: USA (20.05.2009 - 23.05.2009) Teil 316. Tag ::: 17. Tag ::: 18. Tag :::
19. Tag ::: 20. Tag ::: 21. Tag 16. Tag: (223 Miles)Abfahrt von Gorda-Springs nach einem langen Schlaf erst um 10:30 Uhr. Wir waren vom Wetter nicht sonderlich angetan, da der Pazifik immer noch tiefe Wolkenbänke an die Küste drückte.
Dennoch sattelten wir unsere Benzingäuler und machten uns auf den Weg nach Süden, immer dem Highway Nr. 1 folgend. Weiter nach Morro Bay, einem schönen Badeort, wo wir zu Mittag aßen. Bei einem kleinen Ausflug zu den Dünen in dieser Stadt wurde Tauzi das ganze Gewicht der Electra Glide erst wirklich bewusst. Beim Aufsteigen rutsche er auf feinem Sand mit dem Fuß am Asphalt etwas weg, und die Harley neigte sich ganz langsam, von Tauzi noch vergeblich versucht anzuheben, auf den linken Sturzrahmen. Nur zu zweit konnten wir diese schwere Maschine wieder aufrichten. Wir kontrollierten, ob irgendeine Beschädigung vorlag, konnten keinerlei Kratzer feststellen, da sich das Trumm so langsam auf den Sturzbügel senkte. Nun, jetzt wussten wir, wie es wäre, wenn du eine Harley mal komplett umlegst, und allein vor der Maschine stehst. Das Wetter klarte nun endlich auf und auf dem sonnigen Highway Nr. 1 zogen wir weiter nach Santa Barbara. Fotopause und Bestaunen der Künste der Windsurfer und Kite-Surfer am Strand. Dies sind schon richtige Könner. Wie sie aber gekleidet waren, ließ darauf schließen, dass das Wasser kalt war. Nach dieser Pause traten wir die Weiterfahrt nach Ventura an, wo wir um 18:30 Uhr im Motel „Traveller Beach Inn“ eintrafen. Nachdem Niwi wieder in eine Laundry abgefahren ist, um die Wäsche zu waschen hat Tauzi Jause und Getränke besorgt. 17. Tag: (134 Miles)Frühstück in einem Supermarkt wo ein Starbuck-Coffeeshop drin war. Diesen Kaffee kann man nach unserer Meinung nach als den einzigen genießbaren Kaffee in den Staaten bezeichnen. Wenn es nur irgendwie ging, suchten wir uns ein Starbuck-Kaffee, um Pause zu machen, oder nur einen Kaffee zu trinken. Wir verließen die Stadt Ventura so gegen 10:00 Uhr und machten uns auf den Weg nach Malibu. Dort mussten wir einfach zum Strand und Tauzi nahm auch ein Bad im Pazifik. Weiter ging es nach diesem Badeaufenthalt Nach Santa Monica, wo auch das offizielle Ende der Route 66, von Osten kommend, ist. Wir suchten die Straßenschilder nach den klingenden Namen, wie Hollywood, oder Berverly Hills, Sunset Boulevard, ab konnten leider keine richtigen Straßenschilder finden. Ein Stadtplan von einer Tankstelle kam uns zu Hilfe und bald waren wir auf dem richtigen Weg nach Hollywood. Nachdem wir bei der Einfahrt unsere Einfahrtstickets gelöst haben, stellten wir die Motorräder in einem der vielen Parkhäuser ein und machten uns zu Fuß auf den Weg in die Traumwelt der Filmproduzenten. Von vielen Seiten ertönte die Titelmusik von den verschiedensten, bekannten Filmen. So schlenderten wir durch diese Ansammlung von Exponaten der Filmgeschichte, kehrten dort und da auf Kaffee oder Jause ein und verbrachten den Rest des Nachmittags im Areal. Den echten Eintritt in die Universal-Studios wollten wir uns in Anbetracht des fortgeschrittenen Nachmittags nicht mehr leisten, denn wir hätten nicht mehr lange Zeit gehabt, um die verschiedenen Shows zu sehen. Auch der sehr hohe Eintrittspreis animierte uns nicht wirklich, für einige Stunden viel Geld auszugeben. Wir vertrösteten uns damit, dass wir vielleicht noch einen Tag in Los Angeles vor dem Abflug verbringen werden und wenn wir es dann noch immer wollten, könnten wir ja nochmals herkommen. Nun so bestiegen wir die Harleys und machten sich auf die Suche nach dem Sunset Boulevard, wo die berühmten Filmgrößen ihre bescheidenen Hütten haben. Wir fanden auch diese Straße, von den Villen war aber überhaupt nichts zu sehen, sie waren hinter hohen Mauern und Bäumen sehr gut von den Blicken neugieriger Motorradfahrer geschützt. Ein wenig enttäuscht machten wir uns auf die Suche nach einem Nachtlager. Wir besprachen im Vorfeld, dass wir weiter Richtung Süden fahren werden und dann irgendwie durch die Kalifornischen Berge wieder nach Palm Springs zurückkehren, wo wir die Maschinen zurückgeben werden. So, nun fuhren wir eineinhalb Stunden auf den Highway durch Los Angeles. Es waren ca. 120 Kilometer, die wir durch die Stadt fuhren, immer auf der Suche nach den Straßenschildern „San Diego“. Dann kamen wir in den Stadtteil Long Beach, hier fuhren wir vom Highway ab und folgten der Landstraße. In einem Motel, unweit der Abfahrt kehrten wir ein. Niwi besorgte zu Essen und zu Trinken, während Tauzi den Jacuzzi vorbereitete. Wir genossen die Jause und gönnten uns das eine oder andere Bud-Light im Jacuzzi und schworen uns, falls die Filmstars einmal in unsere Heimat kommen sollten, dann verstecken wir unsere eigenen Prachtvillen auch vor ihnen - hinter Plastikplanen. 18. Tag: (176 Miles)Wiederum zeitig morgens fuhren wir von Long Beach ab in Richtung Süden. Bei einer Kaffeepause erklärte uns eine nette Lady, wir sollten bei „Oceanside“ in die Kalifornischen Berge fahren. Die Gegend dort sei wunderschön und am Lake Henshaw kann man gut campieren. Gut, die Einheimischen müssens ja wissen. So folgten wir ihrem Rat und bogen bei Oceanside in die Berge ab. Was uns hier erwartete, übertraf wirklich unsere Vorstellung. Es wechselten sich Täler, voll mit Zitronenbäumen, mit Orangenbäumen, mit Walnüssen, mit Weinbergen, usw. nacheinander ab. Etwas verspätet aßen wir zu Mittag am Lake Henshaw. Leider darf man in diesem See nicht baden, da er ein Trinkwasserreservoir für die Großstadt Los Angeles ist. Wir entschlossen uns kurzerhand einfach weiterzufahren, bis wir eine geeignete Unterkunft fanden. Nach einigen Stopps und Anfragen saßen wir doch immer wieder auf und fuhren weiter, bis wir in die Stadt Temecula kamen. Nach einer ausgedehnten Stadtdurchquerung fanden wir die Altstadt, die im Westernstil fast gänzlich erhalten ist. Hier bleiben wir! Nachdem wir Quartier bezogen hatten, machten wir uns auf zur Stadtbesichtigung. Einfach super, was man hier noch zu sehen bekommt. Gehsteige aus Holz, Bars, Saloons, originelle Hotels, dies alles noch so wie vor hundert Jahren. Nach einem Imbiss in einem der schrulligen Saloons fielen wir – von der langen Herumrennerei – wie tot in die Betten. 19. Tag: (94 Miles)Da wir heute nur eine kleine Etappe vor uns hatten, fuhren wir erst gegen 11:00 von Temecula ab. Die Strecke führte über den Highway Nr. 79 nach Winchester, weiter dem Highway Nr. 74 folgend, durch die herrliche Berglandschaft, bis zur Abzweigung auf den Highway Nr. 111 nach Palm Dessert und weiter nach Palm Springs, wo wir beim Flugplatz an der Eagle-Rider-Niederlassung unsere Motorräder zurückgaben. Nachdem wir das Gepäck aufgenommen haben, uns in eine andere Kleidung warfen, borgten wir uns einen Leihwagen und fuhren nach Los Angeles. Dort suchten wir uns ein Motel, verstauten unser Gepäck und brachten den Leihwagen zur Niederlassung in LA zurück. Irgendwie leicht traurig besprachen wir bei einem Bierchen den letzten Tag auf den Motorrädern und vernichteten eine Mexikanische Pfanne und auf Grund der Schärfe des Gerichtes, zwangsläufig noch einige Bud-Light. 20. u. 21. Tag:Diese beiden Tage nutzten wir, um die Großstadt Los Angeles ein wenig zu erkunden. Wir fuhren in einer der gigantischen Shopping-Malls und verbrachten den gesamten Tag in diesem Einkaufstempel. Zu Abend aßen wir beim Chinesen, der uns hervorragende Garnelen mit Knoblauchöl servierte. Der 21. Tag bescherte uns dann den Rückflug über New York – Warschau – Wien. Nachbetrachtung
Alles in Allem können wir getrost behaupten, dass diese Tour das Highlight in unserer Motorradkarriere darstellte. Wir haben uns in die Hand versprochen, dass wir zum 60-er die Tour von New York nach Westen, zum Teil in Canada durchführen werden, falls es unser gesundheitlicher Zustand erlaubt.
Falls jemand Fragen zu unserer USA-Reise hat, oder irgendwelche Auskünfte dazu braucht, könnt ihr eine E-Mail senden an:
p.niederwimmer@gmail.com Niwi und Tauzi |
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