biker.projects.at >>Tour: USA (20.05.2009 - 23.05.2009) Teil 210. Tag ::: 11. Tag ::: 12. Tag :::
13. Tag ::: 14. Tag ::: 15. Tag 10. Tag: (257 Miles)Abfahrt von Wells um 08:00 Uhr. Frühstück und Pause in Elko. Wir fuhren die ganze Strecke auf dem Interstate 80 bis nach Lovelock, wo wir um 17:00 Uhr ankamen. Dieser Tag war geprägt von langem Autobahnfahren, was wir eigentlich ja nicht wollen, aber in diesem Fall gab es keine Alternative. Wir nächtigten im Motel Cadillac Inn. 11. Tag: (279 Miles)Heute haben wir eine schönere Strecke vor uns. Sie führte von Lovelock nach Reno, dort bogen wir auf die Straße 431 Richtung Lake Tahoe, weiter auf der Straße 28 zum Lake Tahoe und zur Stadt Tahoe City (Straße 89). Tahoe City ist eine sehr schöne Stadt mit gepflegten Gärten. Eine Kaffeepause war angesagt und wir besprachen dabei die Weiterfahrt. Aufgesessen, gestartet, falsch abgebogen, 10 Meilen retour bis zur richtigen Abzweigung. Na, ja es kann Schlimmeres geben. Nun ging es weiter dem See entlang zur Emerald Bay mit sehr schönem Ausblick auf die Emerald Bucht. Hier tummeln sich laut Aussage eines Tankwartes nur die Reichen und Schönen. Nun erreichten wir die Berge der Sierra Nevada. Über den Luther-Pass dann über den Monitor-Pass und schließlich noch über den Devils-Gate-Pass, vorbei an riesigen Weideflächen, wo hunderte von Rindern grasten, erreichten wir das Städtchen Bridgeport, wo wir unser Nachtlager in einem Motel aufschlugen. In einer Münz-Wäscherei haben wir unsere verstaubten Kleider gewaschen und getrocknet. Es war wieder ein sehr schöner Tag mit wunderbaren Straßen. 12. Tag: (114 Miles)
08:00 Uhr: Abfahrt von Bridgeport nach Bodie. Bodie ist eine Geisterstadt des Amerikanischen Goldrausches. Es wurde dort
anscheinend alles so liegen und stehen gelassen wie es war, nachdem kein Gold und Silber mehr gefördert wurde. Auf der Fahrt
dorthin haben wir einen Konvoi von Oldtimern überholt, der auch auf dem Weg nach Bodie war. Das letzte Stück dorthin mussten
wir leider eine Schotterpiste in Kauf nehmen, aber es war halt mal so. Nach der Besichtigung von Bodie fuhren wir zum Mono-Lake, weiter nach Lee Vining, wo die Abzweigung zum Yosemite Park genommen wurde. Die Anfahrt zum Tioga-Pass war einfach sensationell. Super lange Kurven, viele Vollgaspassagen und die Höhe von 3.031 Metern machten den Harleys überhaupt nichts aus. Auf der Fahrt zu einem Campingplatz begegneten wir einem Schwarzbären, der sich aber von uns Schaulustigen gar nicht stören ließ und vertrollte sich im Unterholz. Zuerst steuerten wir den Campingplatz „Yosemite River“ an, der war uns aber doch zu verlassen. Dort gab es nicht einmal eine kleine Bude, um das Nötigste zu kaufen. So fuhren wir weiter zum „White Wolf Campground“, der sagte uns super zu. Eine Feuerstelle, Feuerholz, ein großzügiger Stellraum für unser Zelt, dies alle sprach uns wirklich an und wir bauten das Zelt auf. Der Ranger erklärte uns, dass wir alles, was irgendwie gut riecht für einen Bären, in die Eisenbox, die bei jedem Stellplatz steht, zu versperren. Wir holten uns ein Bud-Light, etwas zum Futtern und wuschen uns im Bach, der gleich unterhalb unseres Stellplatzes vorbeifloss, denn die nächste Dusche war 70 Meilen entfernt. Wir verputzten unsere Jause und ließen den Tag bei einem Lagerfeuer noch einmal an uns vorbeiziehen. Müde von den vielen Eindrücken des Tages krochen wir in unsere Schlafsäcke. 13. Tag: (163 Miles)Nachdem Niwi wieder einmal zum Aufstehen drängte und er den Zelteingang öffnete, sah er ein paar Leute die aufgeregt mit den Händen fuchtelten. Auf seine Frage, was den los sei, deuteten sie auf den Schwarzbären der gerade hinter den Büschen verschwand. Sie sagten uns auch, dass der Bär rings um unser Zelt geschnüffelt hat, und wir sahen auch seine Markierung gleich neben unserem Zelt. Nach einem Frühstück in einem kleinen Buffet am Campingplatz brachen wir auf, um eine große Runde im Yosemite-Park zu drehen. Die Straßen sind super ausgebaut und es machte einen Höllenspaß, mit unseren Harleys auf fast menschenleeren Straßen zu cruisen. Die Tankstelle, nahe der Westausfahrt nahmen wir auch gleich zum Anlass einen Kaffe zu trinken. Dann kamen wir in das Yosemite-Valley. Von mächtigen Felsen bewacht, öffnet sich das Valley, zu beiden Seiten stürzten Wasserfälle herab und wir blieben stehen, um Fotos und Filmaufnahmen zu machen. In der kleinen Ortschaft Yosemite kauften wir uns im Supermarkt einige Bratwürste für den Grillabend auf unserem Stellplatz. Nun gings hinauf zum Glaciers-Point. Von hier hat man einen grandiosen Rundblick über fast den gesamten Park. Die Nevada-Falls, der Half-Dome sind zum Greifen nahe und erst wenn tief auf die Ortschaft hinunterblickt und die Fahrzeuge wie Spielzeugautos erscheinen, weiß man wie hoch man über dem Talboden steht.
Wieder bergab zur Hauptstraße und Richtung Süden, wo wir die grandiosen Mammutbäume bestaunten. Nach dieser Besichtigung
fuhren wir wieder zu unserem Campingplatz zurück und verspeisten die mitgebrachten Bratwürste am Lagerfeuer.
14. Tag: (220 Miles)Ja, er war wieder da und hat an der gleichen Stelle seine Markierung hinterlassen, wie am Vortag. Aber gesehen oder gehört haben wir ihn nicht. Wir bauten das Zelt ab, verstauten das Gepäck auf unseren Maschinen und fuhren zum Frühstück in das kleine Buffet. Anschließend brachen wir auf und unser heutiges Ziel war San Franzisko. Immer westwärts lautete die heutige Devise. So fuhren wir bei der Westeinfahrt aus dem Yosemite-Park hinaus, über Groveland, Oakdale, Manteca über die Bay-Bridge und dann über die Golden-Gate-Bride hinauf zu den Klippen und konnten einen herrlichen Ausblick auf San Franzisko genießen. Wir beschlossen, der kleinen Straße zu folgen, die sich auf die Felsen hinaufschlängelte und machten einige Fotos an einer aufgelassenen Wehranlage, die das Golden Gate bewachen sollte. Als wir schon wieder ein kleines Stück weitergefahren waren, funkte Tauzi an Niwi, er habe seinen Fotoapparat verloren. Niwi blieb stehen und Tauzi durchsuchte alle seine Taschen, der Apparat war tatsächlich nicht da. Wir drehten um, um die Kamera beim letzten Fotostop an der Wehranlage zu suchen. Gleich als wir wendeten und rund um einen Felsvorsprung fahren mussten, kam uns die Polizei entgegen und sie schalteten sofort die Blaulichter ein. Wir hielten an, der Polizist eilte zu Niwi die Polizistin zu Tauzi. In unmissverständlichem Ton erklärten sie uns, dass dies eine Einbahn ist. Oh, Gott, jetzt werden wir wahrscheinlich auch noch verhaftet. Sie ließen uns nicht von den Motorrädern absteigen, nur um die Papiere aus den Hosentaschen zu kramen, durften wir die Lenker loslassen. Nach Überprüfung unserer Personalien über Funk überreichten sie uns die Papiere wieder, ließen uns wenden und Tauzi ging zu Fuß das Stück bergauf, wo er wirklich seine Kamera wiederfand. Alles in allem war dies eine Begegnung mit dem US-Gesetz, wie wir es nicht erwartet hätten. Freundlich aber bestimmend wurde die Handlung vorgenommen und beide winkten uns zu, als wir sie am Talboden wieder in ihrem Polizeiauto begegneten – diesmal in der richtigen Fahrtrichtung. Um ca. 18:00 Uhr fanden wir in San Franzisko ein Motel und versuchten und die Stadt zu Fuß erkunden. Nach zweistündigem Fußmarsch sanken wir hundemüde in unsere Betten. 15. Tag: (217 Miles)Am Vormittag ließen wir unsere Harleys ganz gemütlich durch San Franzisko bollern. Wir kehrten in einem Fischrestaurant am Fishermans Wharf ein und aßen Garnelen mit Knoblauch. Um 13:00 Uhr machten wir uns auf die Fahrt, denn wir wollten eigentlich das Motorradrennen am nächsten Tag in Laguna Seca sehen. So glaubten wir, dass wir noch einen Stellplatz für unser kleines Zelt bekommen würden. Keine Chance! Vorbei an Santa Cruz und Monterey versuchten wir am Ring einen Campingplatz zu kriegen. Alles besetzt! So versuchten es wir in Motels in der Umgebung. Entweder waren sie ausgebucht, oder unverschämt teuer. Deshalb beschlossen wir auf das Rennen zu verzichten und weiter auf dem Highway Nr. 1 nach Süden zu fahren. Das Wetter wurde zusehends schlechter, die Wolken zogen tief vom Pazifik auf den Nr. 1 herein und es begann auch leicht zu regnen. Am Big Sur gab es auch kein Quartier mehr, deshalb ging es immer weiter südlich auf Herbergssuche. Die Zivilisation schien sich immer weiter von uns zu entfernen und es war auch saukalt; und dies am 19. Juli! Wie im Spätherbst waren wir vermummt, mit Goretex-Jacken, Sturmhauben und langen Handschuhen. Nun fiel auch die Dämmerung über die Landschaft herein und wir hatten das Glück noch halbwegs trocken nach Gorda-Springs zu kommen. Dies ist wie eine Kleinstadt in den regionalen Karten eingezeichnet, besteht aber nur aus einem Motel und einer Tankstelle mit einem Kleinstladen. Frustriert über den Wucherpreis für eine Cabin von 200 U$ kauften wir uns noch ein Sandwich und einen Sixpack. Als wir die Cabin aufgeschlossen haben und das Licht aufdrehten, sahen wir eine tolle Einrichtung mit offenem Kamin und einer schönen Terrasse. Dies hat uns dann doch etwas entschädigt, wir aßen unsere Sandwichs und widmeten sich dem Sixpack. |
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