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Tour: USA (20.05.2009 - 23.05.2009) Teil 1

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Einleitung

Bereits im Jahr 2007 wurde der Traum geboren, auf einer Harley durch die Rocky Mountains zu cruisen.

Nachdem wir unsere „Bessere Hälften“ davon überzeugt haben, dass dies unbedingt zum Leben eines Bikers ehört und somit unverzichtbar ist, begann unsere Planung.
Die Route sollte durch den Amerikanischen Mittelwesten von Los Angeles nach Nordosten durch die Rocky Mountains und dann nach Westen auf den Highway Nr. 1 nach San Franzisko und wieder zurück nach L.A. führen. Soweit waren wir uns einig, dass wir abseits der ausgetrampelten Bikerpfade unsere Route planen wollten. Nur ein kleines Stück der Route 66 lag in unserer Planung.
Die Dauer unseres Trips legten wir mit 3 Wochen fest.

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Unsere Maschinen

Die Fa. Sareiter Reisen (Bayern) ist spezialisiert auf USA-Trips und war uns bei der Reservierung der Harleys sehr hilfreich. Auch wurde das Hotel für die erste Nacht, nach der Ankunft von der Fa. Sareiter reserviert. Es hat alles wunderbar geklappt. Ebenfalls hat uns Sareiter einen Leihwagen bestellt, den wir für die Fahrt am nächsten Tag von Los Angeles nach Palm Springs benötigten.
Wir haben die Harleys bei Eagle-Rider über Sareiter gebucht. Die Kosten der Harleys (für eine Elektra-Glide) lagen bei Eagle-Rider in Los Angeles saisonbedingt doppelt so hoch wie in Palm Springs. Also mieteten wir die Harleys in Palm Springs und fuhren mit dem Leihwagen von L.A. nach Palm Springs. (ca. 130 Km und 80 $).
Um einen günstigen Flug zu erhaschen haben wir bereits im Jänner 2008 den Flug bei LOT gebucht.

So und nun zum eigentlichen Reiseverlauf:

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1. Tag:

Am 5. Juli 2008 fuhren wir Linz nach Wien-Schwechat und bestiegen eine kleine polnische Flugmaschine, die uns von Qualität und Sauberkeit sehr positiv überraschte. Der Flug dauerte gut eine Stunde und wir landeten in Warschau, wo wir in eine Boing 767 umstiegen. Nach weiteren 7,5 Stunden landeten wir in New York und dort stiegen wir in eine United Airlines Maschine nach Los Angeles. Wir kamen um 21:00 Ortszeit an, holten uns den Leihwagen ab und fuhren ins gebuchte Hotel am Flughafen. (Mariott)

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2. Tag: (178 Miles)

Nach einem ausgedehnten Frühstück fuhren wir mit dem gesamten Gepäck im Leihwagen nach Palm Springs, wo wir den Leihwagen zurückgaben, und bei der Eagle-Rider-Niederlassung am Flughafen unsere Harleys (Electra Glide) übernahmen. Das restliche Gepäck, konnten wir dort deponieren, und schon ging es nach einer kurzen Einweisung ab in Richtung Yoshua-Tree-National-Park. Weil wir ohnehin vorhatten, in verschiedene Nationalparks zu fahren, lösten wir bei der Einfahrt in den Park zusätzlich ein Ticket, das für alle Nationalparks eine Halbierung der Eintrittspreise bedeutete.

Gleich nach den ersten Meilen wurde uns bewusst, weshalb hier in den Sommermonaten die billigste Saison ist. Schnell zogen wir unsere kurzen Hosen aus, fuhren in lange Jeans, tauschten auch die T-Shirts gegen langärmelige Hemden, weil der heiße Wüstenwind wie bei einem Aufguss in der Sauna gegen unsere blanken Hautteile blies. Nach der Durchquerung des Yoshua-Tree-National-Parks bogen wir auf den Interstate-Highway Richtung Blythe, unser erstes Etappenziel, ein.

Bei 120° Fahreinheit (ca. 48° C) fuhren wir durch die Mohave-Wüste. Diese Strecke ist einfach mörderisch und man sollte wirklich genug zu trinken bei sich führen. Die Harleys haben sich trotz der großen Hitze vorbildlich verhalten, bliesen ihre heiße Kühlungsluft zusätzlich auf unsere Oberschenkel, als ob die vorherrschende Hitze noch nicht genug wäre.

Ziemlich geschlaucht kamen wir in einem Motel („Comfort Suites“, gut und günstig) mit Pool in Blythe< am Abend an. Wir bezogen unser Zimmer und sprangen in den Pool, der aber auch keine echte Abkühlung brachte.
Auf die Frage an der Rezeption nach einem Bier bekamen wir zum ersten Mal die volle Härte der US-Gesetze zu spüren. „Alkohol only to buy in Liquor-Stores“. „But I have a 6-Pack of Bud-light in my private room and I will sell it to you if you want“.
Dem freundlichen Menschen an der Rezeption sei heute noch gedankt, der 6-Pack wurde im Pool sogleich vernichtet und frisch erholt gings zum Abendessen beim Mexikaner.

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3. Tag: (296 Miles)

Der frühe Vogel fängt den Wurm! Und weil Niwi am Morgen eine „lästige Kröte“ (Originaltext von Tauzi) ist und andere auch nicht weiterschlafen lässt, fuhren wir gleich nach dem Frühstück, so gegen 08:00 los.

Unser heutiger Weg führte uns Richtung Norden, auf dem Highway 95, über Vidal, wo wir unser Wasservorräte auffüllten, nach Needles und Kingman. Hier bogen wir auf den historischen Abschnitt der Route 66 ein. Auf den Karten wird oft der Interstate Nr. 40 in diesem Abschnitt auch als Route 66 bezeichnet, die Originalstrecke führt aber über Hackberry und Seligman. Diese Straße ist wirklich sehenswert. Die alte Tankstelle bei Hackberry konnten wir keinesfalls auslassen und kehrten auf ein Route 66–Bier ein. Dies ist kein Bier, sondern ein Erfrischungsgetränk in Bierflaschenformat und schmeckt nach Gummibärchen. Weiter gings nach Seligman, wo wir zu Mittag aßen.

Kurz nach Seligman mussten wir wieder auf den Highway und erreichten unser Etappenziel Williams abends um 16:30 Uhr. (Motel Route 66-Inn) Duschen, Umziehen und dann auf zum Stadtrundgang. Es ist eine liebe kleine Stadt, die viel von ihrem ursprünglichen Gebäuden erhalten hat. Eine eigene Stadtbrauerei lag am Weg und wir kehrten ein. Es wird für amerikanische Verhältnisse ein sehr gutes Getränk angeboten und es trägt den Namen „Grand Canyon Beer“. Nach einer kleinen Stärkung im Steak-House kehrten wir wieder ins Motel zurück und schliefen wie tot.

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4. Tag: (226 Miles):

Um 07:20 verließen wir Williams, um noch frühmorgens an den Grand Canyon zu kommen, da das Licht am Morgen eine eigene Stimmung zaubern soll. Wir fuhren über Valle zum South Rim des Grand Canyons. Wer diese Schlucht noch nie in natura gesehen hat, kann sich die immense Weite und Tiefe dieses Canyon nicht vorstellen. Ein ergreifendes, andächtiges Gefühl überkam uns beide, als wir an der Kante standen und den Canyon in seiner gesamten Schönheit sahen. Wir verbrachten einige Stunden am Grand Canyon, fuhren dann an der Südseite weiter zu den verschiedensten Aussichtpunkten, wobei sich „Desert View“ als der schönste erwies.

Weiter führte uns der Weg nach Camerun, das in der „Painted Desert“ liegt. Von Wind und Sand geschliffene Steinformationen in gelben, braunen, roten, violetten Pastelltönen ragen wie mexikanische Pyramiden und mongolische Jurten aus der Senke. Ab Camerun befanden wir uns im „Navajo-Indian-Reservation“ , es ist das größte Indianerreservat der USA.

Wir fuhren weiter Richtung Norden, bis Page, wo wir ursprünglich am Lake Powell campieren wollten, denn ein Zelt hatten wir ja dabei. Der Campingplatz bestand leider nur aus trockenen Steinflächen, und es war nirgends Schatten zu finden. Aber die Fahrt zum Campingplatz war schon ein tolles

Erlebnis. Es ging über eine Brücke über den Colorado-River, von wo man die Staumauer des Lake-Powell super sehen konnte. Hier beginnt auch der „Glen-Canyon“.

Da es mit dem Campieren nichts geworden ist, fuhren wir in die nahegelegene Stadt Page und quartierten uns im Motel „Budget“ ein.

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5. Tag: (206 Miles)

Wie immer war Niwi morgens lästig und so kam es, dass wir bereits um 07:45 Uhr gefrühstückt, und gepackt hatten. Wir kamen wir um 08:00 am Antilope Canyon an. Dieser liegt in unmittelbarer Nähe von Page, ist aber nicht sehr bekannt. Wir selbst hatten dieses Naturwunder aus dem Internet eruiert.

Als wir dort ankamen, wurde uns gesagt, dass die erste Besichtigungstour erst um 09:00 stattfindet. So saßen wir eine Stunde herum und Tauzi konnte seinen Unmut darüber, dass er noch eine Stunde hätte länger schlafen können, nicht verbergen und raunzte darüber eine geschlagene Stunde lang.

Endlich konnten wir den Allradwagen besteigen. Es ist nicht möglich mit den Motorrädern bis zum Eingang des Canyons zu fahren, da sehr tiefer, weicher Sand vorherrschte. So brachte uns eine Navajo-Indianerin mit dem Geländewagen dorthin. Sie fuhr mit dem Fahrzeug, was es nur hergeben konnte. Ungefähr 15 Minuten dauerte dieser Höllentrip, bis wir vor dem Eingang des Antilope-Canyons standen. Nun machte uns die Navajo-Braut aufmerksam, dass wir unsere Fotokameras von Automaktik auf eine manuelle Einstellung umschalten sollten. Etwas verwundert sahen wir sie an, sie aber ergriff unsere Kameras und stellte diese gleich ein. Die hat was drauf!

Die Führung durch den Canyon dauerte ca. 1 Stunde. Noch nie haben wir ein solches Farbenspiel gesehen.

Sehr beeindruckt setzten wir unsere Fahrt fort, und fuhren ein kleines Stück zurück, zum Horseshoe-Bend. Diese hufeisenförmige Windung des Colorado-Rivers wird auf einer kleinen Tafel neben der Straße angekündigt und man muss ca. 30 Minuten laufen, um an den Rand der Schlucht zu kommen. Dieser Fußweg ist es allemal wert, denn der Anblick ist ein Wahnsinn.

Wir marschierten dann zurück zum kleinen Parkplatz und fuhren auf der Str. Nr. 98 über Kayenta ins das Monument Valley. Dies zu erklären erübrigt sich, weil in jedem Western dieses Valley als Kulisse herhalten musste. Es ist tatsächlich so wunderbar anzusehen, und man glaubt, dass jeden Moment John Wayne hinter einer der Spitzen hervorreitet.

Vom Monument-Valley führte uns die Str. Nr. 163 vorbei am „Mexican Hat“ zu den „Twin-Rocks“ nach Bluff unserem heutigen Etappenziel. Wir nächtigten im Motel „Kokobelli-Inn“ und sahen wirklich Kolibris.Vom Monument-Valley führte uns die Str. Nr. 163 vorbei am „Mexican Hat“ zu den „Twin-Rocks“ nach Bluff unserem heutigen Etappenziel. Wir nächtigten im Motel „Kokobelli-Inn“ und sahen wirklich Kolibris.

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6. Tag: (241 Miles)

Wir sind um 07:45 von Bluff abgefahren und über Cortez – Durango – Coal-Bank-Pass – Molas-Pass über den Million-Dollar-Highway nach Silverton. Dies ist eine Goldgräberstadt und ist sehr schön anzusehen. In einem Saloon kehrten wir zu Mittag ein und bestaunten die alte Einrichtung.

Nach dem Essen fuhren wir über den Red-Mountain-Pass (3.383 Meter) nach Ourey und weiter nach Montrose, wo wir wieder in einem Motel (The Western Motel) einkehrten und nächtigten.

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7. Tag: (163 Miles)

Beim Aufpacken am nächsten Morgen haben wir festgestellt, dass Niwis Hinterreifen kein Profil mehr hatte. Niwi fuhr zur Harley-Davidson-Vetretung in Montrose. Dort wurde der Reifen gewechselt, mit dem Verleiher Rücksprache gehalten und fertig.

Niwi hat nicht einen einzigen Dollar dafür bezahlt. Unser herzlicher Dank gilt dem Super-Team von „Black Canyon Harley-Davidson“ in Montrose und dem Verleiher Eagle-Rider in Palm Springs. Nach dem Reifenwechsel fuhren wir um 11:30 zum Black Canyon. Auch dieser Canyon ist einfach wunderbar.

Über den Blue-Mesa-Stausee an der Nordflanke des Black-Canyons nach Hotchkiss und weiter auf der Str. 65 nach Cedaredge , wo wir in der Cedaredge-Lodge am Nordende des kleinen Städtchens nächtigten.
Die Fahrt am North-Rim des Black-Canyons war ein Erlebnis für sich. Super langgezogene Kurven wechselten sich mit einigen Kehren und Geradeausstücken ständig ab und unser Bikerherz hüpfte vor Freude.

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8. Tag: (220 Miles)

Nach einem ausgedehnten, super Frühstück mit allem was das Herz begehrt, wie Speck, Rührei, Pan-Cakes mit Ahornsirup und dergleichen in einer Bäckerei in Cedaredge ging es für Niwis Empfinden viel zu spät um 08:45 über Grand Mesa in Richtung Grand Junction. Die Grand Mesa ist ein Hochplateau, dicht bewaldet mit über 200 Seen. Eine traumhafte Straße führte uns durch dieses großartige Gebiet. Leider konnten wir nicht lange stehenbleiben, denn Millionen von blutrünstigen Raubtieren (Moskitos) warteten schon darauf uns anzuzapfen.

So fuhren wir gleich weiter nach Grand Junction, auf dem Interstate Nr. 70 bis Green River, wo wir auf den Highway Nr. 6 Richtung Norden abbogen. Diese Traumstraße führte uns dann bis Orem, wo wir auf den Interstate Nr. 15 noch einige Meilen Richtung Norden nach Salt Lake City fuhren. Auf dem Campingplatz „Cherry Hill“ konnten wir dann endlich einmal unser Zelt aufstellen, holten uns Verpflegung und beredeten noch lange diesen herrlichen Tag auf wirklich schönen Straßen.

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9. Tag: (300 Miles)

Wieder etwas zeitiger fuhren wir heute zum Großen Salzsee und auf Antilope Island. Auf dieser Insel im Salzsee lebt noch eine wilde Bisonherde von ein paar hundert Tieren. Nach einem Bad im Salzsee und anschließender Dusche saßen wir wieder auf und fuhren quer durch die Salzwüste nach Wendover und weiter auf dem Interstate 80 nach Wells. Hier suchten wir uns ein günstiges Motel, verstauten unsere Sachen und saßen nochmals auf, um auf einer Traumstraße zum Angel-Lake hinaufzufahren.

Nach einem Aufenthalt und kleinem Rundgang fuhren wir wieder bergab nach Wells zu unserem Motel. Das Abendessen nahmen wir in einem Steakhaus an der großen Kreuzung in Wells ein. Anschließend fuhren wir ins Motel und waren an diesem Tag ziemlich erschöpft.

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