Tour:
Frankreich 2005
Tourdaten ::: Tag 1
::: Tag 2 ::: Tag 3 ::: Tag 4 :::
Tag 5 ::: Tag 6 ::: Tag 7 und 8 :::
Tag 9 ::: Tag 10
Tourdaten
Tag 1:
Linz - Golling - Bischofshofen - Mittersill - Gerlospass - Zillertal - Innsbruck
- Silvretta - Feldkirch
Tag 2:
Feldkirch - Vaduz - Chur - Disentis - Oberalppass - Furkapass - Brig - Sion
Tag 3:
Sion - Martigny - Col de la Forclaz - Col des Montes - Chamonix - Megeve - Ugine
Tag 4:
Ugine - Albertville - Moutiers - Val d'Isere - Col de Iseran - Col du Telegraph
- Col du Galibier - Col du Lautaret - Briancon
Tag 5:
Briancone – Barcelonette – Guillaumes – Valberg – Nizza/Cagnis
Tag 6:
Cagnes – Menton – San Remo
Tag 7 und 8:
San Remo – Alassio – Savona – Arenzano – Alessandria – Vercelli – Novara – Como –
Lenno/Comosee
Tag 9:
Lenno/Comosee – Sondrio – Bormio – Stilfserjoch – Meran – Passeiertal -Jaufenpass - Bruneck
Tag 10:
Bruneck – Antholzertal – Stallersattel – Defereggental – Felbertauern – Mittersill –
Bischofshofen - Lammertal – Postalm – Bad Ischl - Linz
Teilnehmer:
Tauzi,
Niwi
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Tag 1:
Linz - Golling - Bischofshofen - Mittersill - Gerlospass - Zillertal - Innsbruck
- Silvretta - Feldkirch
Die erste große Toure von Peter ("Niwi") und Wolfgang ("Tauzi")!
(Damals noch mit ihren alten Eisen: Niwi > Kawa VN800, Tauzi > Yamaha Virago 535)
Sie führte über den gesamten Alpenbogen von Österreich über die Schweiz nach Frankreich
bis an die Cote d Azur und dann zurück über Italien nach Österreich! Ein beeindruckendes
Erlebnis für zwei langjährige Freunde.

Die erste Rast hier in Bischofshofen. Mit bester Laune fahren wir weiter über Mittersill
und die alte Gerlos Passstrasse. Landschaftlich wunderschön doch Strassenzustand furchtbar.
Von der Ferne kann man die Krimmler Wasserfälle sehen (die größten Fälle Europas!!),
dann geht’s rein in das schöne Zillertal – auf die Autobahn Richtung Innsbruck bis zur
Abfahrt „Silvretta Hochalpenstraße – Paznauntal“.
Etwas Gänsehaut beim Durchfahren von
Galtür in Gedanken an die vielen Lawinenopfer 1999! Am Silvretta Stausee eine kurze Rast, um die Schönheit der Natur zu genießen.


Dann weiter über Bludenz nach Feldkirch, wo wir die erste Nacht auf einem sehr netten
Campingplatz verbringen.
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Tag 2:
Feldkirch - Vaduz - Chur - Disentis - Oberalppass - Furkapass - Brig - Sion
Um 9:oo Uhr fahren wir nach einem kleinen Frühstück los und überqueren bald die Grenze nach Liechtenstein. In Vaduz müssen wir das erste Mal in die „Regenhaut“. Das tut aber unserer Stimmung keinen Abbruch, dauert auch nicht lange und wir können sie wieder ausziehen. Wir fahren weiter nach Süden in die Schweiz nach


Chur dann Richtung Westen immer auf der „19er“ dem Rhein entlang nach Disentis über den Oberalppass nach Andermatt. (Traumhafte Passstraße, wunderschöner Ort mit uralten Häusern - top gepflegt).
Weiter auf traumhafter Bergstraße über den Furkapass vorbei am Rhonegletscher (affengeile Straße). Ein Highlight jagt das andere, am liebsten würde man alle 5 Minuten stehenbleiben um zu fotografieren.
Es geht weiter ins Rhonetal, über Brig nach Sion, wo wir die zweite Nacht auf einem Campingplatz verbringen. Wir träumen schon vom nächsten Tag, wo der Mont Blanc auf uns wartet!
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Tag 3:
Sion - Martigny - Col de la Forclaz - Col des Montes - Chamonix - Megeve - Ugine
Da Niwi schon leicht an „pre-seniler Altersbettflucht leidet“, sind wir um 8:00 schon
wieder auf Tour! Von Sion nach Martigny und über den Col de la Forclaz – wir brauchen
wieder einmal die heißgeliebte „Regenhaut“ und wir kommen in einen richtigen Gewitterregen. Gott sei Dank hat Tauzi ein Camp entdeckt wo wir es uns bequem machen können. Und er meint: "Jetzt jausnen wir einfach bis die Sonne wieder scheint!"


Positives Denken hilft immer. Die Sonne löst die letzten Nebelfetzen auf und wir fahren bei Sonnenschein weiter. Doch scheinbar verfolgen wir das Gewitter und als wir in Chamonix einfahren bricht die Hölle los! Blitz, Donner, und ein Wolkenbruch der sich gewaschen hat. Wir schaffen es gerade noch bei der ersten Seilbahnstation zuzufahren und uns einigermaßen trocken aus der Affäre zu ziehen.
Vom erträumten Ausblick auf den Mont Blanc ist nichts zu sehen. Nach einer halben Stunde lässt der Regen etwas nach und wir können endlich ins Ortszentrum fahren um uns einen Kaffee zu kaufen. Niwi ist etwas deprimiert und meint: "Fahren wir weiter, den Berg sehen wir heute sowieso nicht mehr", doch Tauzi hat ein kleines blaues Loch in der Wolkendecke entdeckt! (positives Denken)!
Also noch einen Kaffee und etwas spazieren gehen – und es hat sich gelohnt zu warten. Der „Weiße Berg“ reißt auf und zeigt sich in seiner ganzen Pracht. Wir beschließen mit der Seilbahn auf den gegenüberliegenden Berg zu fahren >sensationelle Aussicht<. Noch nicht genug nehmen wir noch eine Station und fahren mit einer Gondel die fast waagrecht von einem Berggipfel zum nächsten führt und dazwischen extrem viel Luft!!! Völlig überwältigt von dieser unglaublichen Aussicht beschließen wir uns hier oben ein Bier um 6 Euro zu leisten.


Anschließend fahren wir runter und weiter Richtung Albertville. Natürlich erwischt uns das Gewitter wieder und wir steigen völlig durchnässt in Ugine in einem 2*Hotel ab.
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Tag 4:
Ugine - Albertville - Moutiers - Val d'Isere - Col de Iseran - Col du Telegraph
- Col du Galibier - Col du Lautaret - Briancon
Heute darf Tauzi etwas länger schlafen (hat auch lange genug gesudert) –
Abfahrt um 09:30 bei nicht besonders gutem Wetter von Ugine in Richtung Albertville,
Moutiers, Bourg-St.Maurice und dann rechts ab ins Val d’Isere und wir brauchen schon wieder
unsere Regenhaut. Anfahrt auf die zweithöchste Passstraße Europas, den Col de L‘Iseran
(2770m) und hier hört es zu regnen auf, denn es beginnt zu schneien.
Also Ohren
angelegt und weiter über den Col du Telegraphe und den Col du Galibier bei nur
noch leichtem Regen und den Col du Lautaret nach Briancon. Traumstraßen Europas – schade,
dass das Wetter nicht schöner war!
In Briancon nehmen wir wieder einmal völlig durchnässt
das erstbeste Hotel, nur um heiß zu duschen und trockene Kleidung anzuziehen. Hotel war
Kategorie 1*(grins) – Essen war gut, aber geschlafen haben wir aus Hygienegründen
eingewickelt in unseren Schlafsäcken! – Übrigens, Obelix würde sagen: „Die spinnen-die
Franzosen“. Nachdem wir mit Händen und Füßen Bier in Vernünftiger Gebindegröße
(0,5l bestellt haben, kamen wir drauf, dass der Preis für ein Bier (2€) für 0,125l gilt!!!
Das heißt, dass wir für 2Halbe Bier 8x2€ = 16€ !!! bezahlen – die spinnen die Franzosen!!!
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Tag 5:
Briancone – Barcelonette – Guillaumes – Valberg – Nizza/Cagnis
Heute geht es endlich bei Traumwetter weiter (wieder um 8:00Uhr – naja – wir haben
wenigstens kein Zelt abzubauen). Zum Frühstück sozusagen gleich mal über den
Col d’Izoard nach Guillestre und den Col de Vars


nach Barcelonette – weiter über den Col de la Cayolle und Col de Valberg nach Roubion und unser


Etappenziel Nizza, wo wir unbedingt einmal ins Meer mussten – dort wo die Reichen und Schönen auch gehen! Dann geht es noch ein Stück aus Nizza raus (auf Anraten eines Tankwartes – denn in Nizza ist campen nicht ungefährlich) bis nach Cagnes, wo wir auf einem Campingplatz übernachten.
Es ist schon ein besonderes Erlebnis, wenn man von den Bergen herauskommt und dann das Meer riecht und die überwältigende Cote d‘ Azur vor sich hat.
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Tag 6:
Cagnes – Menton – San Remo
Heute wollen wir es einfach ruhig angehen, einfach relaxen! Abfahrt um 09:15 in Cagnes
immer der Cote d’Azur entlang Richtung Italien. Temperatur = viel heiß! Wir beschließen im
Shirt und kurzen Hosen zu fahren (Genusstempo). Durch Monte Carlo – die Reichen wissen schon
wo es schön ist –

weiter nach Menton, wo wir beschließen etwas baden zu gehen. Bald geht es weiter über die Grenze nach Italien und wir fahren auf die Autobahn um dem stop and go – Verkehr an der Uferpromenade zu entgehen. Es gibt da schöne Parkplätze mit super Aussicht auf die Küste. Bald erreichen wir San Remo –

ein unglaublich schöner Ort. Aber die größte Freude – in Italien gibt es wieder vernünftige Gebindegrößen und im Vergleich zu Frankreich vernünftige Preise.
Uns gefällt es so gut, dass wir beschließen gleich hier Quartier zu machen, obwohl wir heute gerade mal 72 km gefahren sind. Ein gemütlicher Campingplatz ist schnell gefunden. Etwas ins Meer, am Abend ein Spaziergang – wir fühlen uns pudelwohl.
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Tag 7 und 8:
San Remo – Alassio – Savona – Arenzano – Alessandria – Vercelli – Novara – Como –
Lenno/Comosee
Abfahrt heute sehr angenehm um 09:45 in San Remo bei perfektem Wetter noch ein Stück an
derCote d’Azur entlang über Alassio, Svonna, bis Arenzano, wo wir uns Richtung Norden in die
Po-Ebene drehen. Hier geht es relativ unspektakulär (drum nehmen wir die Autobahn) hoch bis
Como.
Wir fahren am westlichen Ufer des Como-Sees entlang und suchen uns einen Campingplatz.
In Lenno finden wir einen netten Platz und es ist 18:15 als wir das Zelt aufgestellt haben.
So jetzt eine Kleinigkeit essen und ein Bier.
Da wir ziemlich müde sind beschließen wir,
obwohl Niwi heute Geburtstag hat, bald ins Bett zu gehen.
Am nach Hause Weg meint er: "Also ein Achterl auf meinen Geburtstag sollten wir schon
noch trinken!" Um halb fünf am Morgen sind wir dann irgendwie ins Zelt gekrochen!
(technisches ko).
Um 8:00 Uhr!!! (Tauzi ist kurz davor einen Aussetzer zu kriegen) weckt Niwi zum
Sektfrühstück. Der Rest des Tages war nur noch der Regeneration gewidmet. Am Strand des Como
Sees war das aber auch ein Hammer.


Wie dann beim Abendessen einige weiße Gestalten
herumschwirren, hab ich geglaubt ich bekomme die letzte Ölung, aber die Damen holten sich
„Gott sei Dank“ nur ein Eis.
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Tag 9:
Lenno/Comosee – Sondrio – Bormio – Stilfserjoch – Meran – Passeiertal -Jaufenpass
- Bruneck
Nachdem wir Tag 8 knapp aber doch überlebt haben geht‘s um 9:00 Uhr los und wir fahren den gesamten Comosee entlang, dann auf die S38 nach Sondrio und weiter bis Tresenda wo wir links abbiegen
nach Bormio und über das Stilfserjoch (gewaltiger Ausblick). Motorradfahrer unterwegs wie Ameisen! Wir haben noch nie so viele auf einen

Haufen gesehen! In Meran wollen wir eigentlich übernachten, da
es Niwi doch nicht ganz so gut geht. Doch nach einer kurzen Rast geht’s ihm wieder besser und wir fahren weiter. In das Passeiertal vorbei

am Geburtshaus von Andreas Hofer über den Jaufenpass nach Bruneck, wo wir in einer Pension absteigen. Die „Pension Hedone“ erweist sich als Glücksgriff. (Sehr empfehlenswert)
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Tag 10:
Bruneck – Antholzertal – Stallersattel – Defereggental – Felbertauern –
Mittersill – Bischofshofen - Lammertal – Postalm – Bad Ischl - Linz
Der letzte Tag unserer 1. Großen Tour der „Route des Grandes Alpes“ beginnt. Abfahrt in Bruneck wieder um 8:00 Uhr. Und es sollte noch einmal ein Tag voller Highlights werden. Es beginnt mit dem Antholzer tal und dem wunderschönen Antholzersee hinauf auf den Stallersattel, wo die Straße so schmal ist, dass sie im halb Stundentakt immer nur von einer Seite befahren werden darf. Dann das malerische Defereggental, wo die Zeit

stehengeblieben zu sein scheint. Bauern mit Sensen auf dem Rücken, Hirten die ihre Schafherden treiben, uralte Häuser, einfach extrem schön! Wir fahren nun nördlich durch den Felbertauerntunnel weiter nach Mittersill, Bischofshofen durch das Lammertal, eine berühmte Motorradstrecke die wir richtig genießen.


Zum Abschluss fahren wir noch die Postalmstraße, wo wir noch eine letzte Rast einlegen etwas wehmütig, weil eine wunderschöne Tour zu Ende geht, aber auch froh, unsere Lieben bald wieder zu sehen. Letzte Etappe über Bad Ischl und Gmunden zurück nach Linz, wo wir kurz vor 18:00 Uhr ankommen!
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